ich kann mir nichts Erfüllenderes vorstellen

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Hallo, ich bin Meike, 50 Jahre alt und seit einigen Jahren als ehrenamtliche Helferin beim Ambulanten Kinderhospiz Halle. Nach meiner einjährigen Schulung durfte ich zuerst die Schwester eines krebskranken Jungen begleiten, was mir und ihr sehr viel Freude gemacht hat.

Wenn sich das Leben einer Familie plötzlich durch die schwere Erkrankung eines Kindes ändert und dieser Erkrankung der ganze Lebensalltag untergeordnet werden muss, müssen auch die Geschwister oft auf viel verzichten. A. und ich hatten während unserer Zeit in der Betreuung viel Spaß. Es gab für uns Erlebnisse zu zweit, aber auch gemeinsam mit meiner Tochter und A. haben wir einiges erlebt. Besonders ein ganz normales Wochenende in Mecklenburg – blieb mir in Erinnerung, denn A. genoss diese Zeit unendlich. Oft zeigte mir A. ihre Dankbarkeit für die kleinen Auszeiten durch grenzenlose Zuneigung.

Seit einem Monat betreue ich einen mehrfach behinderten 16jährigen Jungen. Die Familie wünscht sich etwas mehr gemeinsame Zeit mit ihrer gesunden Tochter und ich kann mir nichts Erfüllenderes vorstellen, als einer Familie, die rund um die Uhr liebevoll und aufopfernd für ihren Jungen da ist, diese kleinen Momente zu schenken.

Bisher tasten wir uns noch an die Situation heran. Natürlich bin ich keine Krankenschwester, aber ich bin bereit, mein Bestes zu geben. Super finde ich es, dass der Junge schon richtig gut auf meine Stimme reagiert. Oft lacht er, scheint in sich rein zu grinsen, wenn ich ihm das ein oder andere Lustige von meinen Schülern erzähle. Auch scheint er das Kraulen hinter dem Ohr, das Massieren seiner Hände und das Streicheln seines Gesichtes zu mögen.

 

 

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